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Wie alles begann...

Die Solarstadt Gelsenkirchen kann auf eine relativ lange Geschichte in einer noch sehr jungen Branche zurückblicken. Nicht umsonst startete die Zeitschrift Photon ihre deutsche Solarchronik mit dem ersten Solarkraftwerk in Gelsenkirchen, der damals weltweit größten Dachsolaranlage auf dem Wissenschaftspark. 

Aber schön der Reihe nach. Die folgende Übersicht informiert kurz, teilweise mit Links zu weiteren Informationen, über die wichtigsten Etappen der Entwicklung Gelsenkirchens zur Stadt der Zukunftsenergien. Der politische Prozeß ist separat noch einmal ausführlicher beschrieben.

1989

Die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) startet. Sie soll zehn Jahre lang Impulse für den Strukturwandel im nördlichen Ruhrgebiet setzen. In Gelsenkirchen wird unter anderem ein Wissenschaftspark geplant.

1993

Die Stadtwerke Gelsenkirchen und die Betriebsgesellschaft des Wissenschaftsparks gründen das Institut für Angewandte Photovoltaik (INAP) zur Entwicklung einer Farbstoffsolarzelle.

1994

Prof. Dr. Edmund Handschin, Universität Dortmund, gründet das Zentrum für innovative Energieumwandlung –und speicherung (ZEUS), später Gesellschaft für innovative Energieumwandlung (EUS) unterstützt durch das NRW-Ministerium für Wissenschaft und Forschung.

1995

Eröffnung des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen als erstes Großprojekt im Rahmen der IBA. Mehrere angesiedelte Unternehmen sind im Energiesektor tätig. (Investitionsvolumen für das Technologiezentrum: 44 Mio. €. Eigentümer sind die Stadt Gelsenkirchen (51%), die GEW Gelsenkirchen (24,5%) und die LEG NRW (24,5%).

1995

Die Flachglas Solartechnik GmbH (Flagsol) baut im Stadtteil Rotthausen eine der ersten Solarfabriken Deutschlands auf, um Solarmodule für das Dach des Wissenschaftsparks zu produzieren

1996

Der Wissenschaftspark errichtet das weltweit größte auf einem Dach installierte Solarstromkraftwerk (210 kWp, Investitionsvolumen ca. 3 Mio €) mit finanzieller Unterstützung der EU (THERMIE), des Landes NRW und der RWE Energie AG

1996

Die PEINIGER-Gruppe errichtet eine Photovoltaikfassade mit neuartiger Betriebstechnik im Stadtteil Heßler

1997

Die Stadt Gelsenkirchen beschließt die Beteiligung an der Lokalen Agenda 21 mit dem Schwerpunkt „Energie und Klimaschutz“

1998

Erstmalig können arbeitslose Fachleute aus der Emscher-Lippe Region an einer neu konzipierten Weiterbildungsmaßnahme zum Solarteur im Wissenschaftspark teilnehmen.

1998

Stadt Gelsenkirchen sowie Ev. Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid entwickeln mit Bürgern den Solarstammtisch, an dem sich regelmäßig Unternehmer, Handwerker, Stadtverwaltung, Beratungsinstitute und interessierte Bürger über die Solar-Aktivitäten in der Stadt austauschen und Informationsveranstaltungen entwickeln

1999

Die Shell Solar Deutschland GmbH eröffnet in Gelsenkirchen eine der modernsten Solarzellenfertigungen der Welt

1999

Teile der ersten Solarsiedlung des Ruhrgebietes, Sonnenhof, in Gelsenkirchen-Bismarck sind bezugsbereit

1999

Die Energieagentur NRW bietet eine bundesweit einmalige stadtteilorientierte Energieberatung an

2000

Die Shell Solar Deutschland GmbH eröffnet ihr Photovoltaik-Informationszentrum (PiZ)

2000

Das Solardreieck Emscher Park – bestehend aus dem Photovoltaik-Informationszentrum,dem Wissenschaftspark Gelsenkirchen und der Fortbildungsakademie Mont-Cenis ist dezentrales Projekt der EXPO 2000.

2000

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (FhG ISE) errichtet in Gelsenkirchen ein Labor- und Servicecenter.

2000

Gelsenkirchener Schüler finanzieren mit Sponsorenläufen schulische Umweltprojekte eine Solaranlage auf dem Dach des Jugendamtes und Solaranlagen in Entwicklungsländern.

2000

1. Internationales Symposium „Zukunftsenergien für den Süden“ im Wissenschaftspark Gelsenkirchen (Technologietransfer aus NRW in Entwicklungsländer)

2001

Das Land Nordhrein-Westfalen, RWE Power und die Emscher-Lippe Energie GmbH (ELE) finanzieren eine Photovoltaikanlage an der Fußgängerbrücke zur ArenaAufSchalke

2002

Die ersten Häuser der Solarsiedlung Lindenhof, der bisher größten Altbausolarsiedlung in NRW, werden fertig gestellt und erhalten den 1. Preis beim REN-Landeswettbewerb 2002 „Solarkraft im Haus“

2002

Bürger der Solarsiedlung Sonnenhof gründen SOL - Förderverein für solare Energie und Lebensqualität der Sonnensieldung Gelsenkirchen-Bismarck e. V. für Umweltschutz, Wohnen und Leben

2003

Schüler laufen in der Aktion SOLiDAR 21 für eine zweite Eine-Welt-Solaranlage am Busbahnhof, die mitfananziert wird durch das Land NRW und die EU

2003

Die Landesregierung zeichnet die Solarsiedlung Lindenhof mit dem „Solarpoint Nordrheinwestfalen“ aus

2003

Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahngesellschaft stellt einen neuen Straßenbahnbetrieb in Gelsenkirchen fertig und errichtet auf dem Dach eine der größten Photovoltaikanlagen in NRW (250 kWp).

2004

Der Wissenschaftspark eröffnet das Internationale Besucherzentrum RuhrEnergy Das von der EU und dem Land NRW unterstützte Projekt macht das know-how der Energieregion Ruhrgebiet einem weltweiten Publikum bekannt.

2004

Das Photovoltaik-Informationszentrum der Shell Solar Deutschland wechselt als SolarExpo in den Wissenschaftspark.

2004

Auf Initiative von Stadt und Wissenschaftspark Gelsenkirchen wird der Förderverein Solarstadt Gelsenkirchen e. V. gegründet. Er fungiert als Informations- und Kooperationsplattform zwischen den Akteuren in der Stadt (Energieversorger, Solarindustrie, Wohnungswirtschaft, Handwerk, Fachhochschule).

2004

Das Solarunternehmen Scheuten Glas Groep übernimmt die Solarmodulfabrik der Flabeg Solar

2004

Die Gesamtschule Bergerfeld errichtet die erste Bürgerbeteiligungssolaranlage auf ihrem Dach

2006

Im Rahmen des Umbaus des Hauptbahnhofs Gelsenkirchen zur FIFA-WM 2006 errichten Stadt Gelsenkirchen, Sparkasse Gelsenkirchen und ELE dem Bahnhofsvorplatz eine repräsentative, dachintegrierte Photovoltaikanlage (10,5 kWp)

2006

Unternehmen, Vereine und Bürger finanzieren ein Solarprojekt in Südafrika und eine Eine-Welt-Solaranalge mit dem Erlös des Projektes SolarCup.

2006

Die SolarWorld AG, Bonn übernimmt die Solarzellenfertigung der Shell Solar Deutschland im Stadtteil Rotthausen. Seit dem 1.7.2006 firmiert das Unternehmen als SolarWorldIndustries Schalke GmbH.

2006

Die Scheuten Solar Technology GmbH zieht vom Stadtteil Rotthausen in den Stadtteil Schalke um und weitet ihre Produktionskapazitäten für Standardsolarmodule aus. Die Errichtung einer Fertigung für Dünnschicht-Solarmodule in direkter Nachbarschaft wird geprüft.

2006

Die Vaillant Group nimmt die Produktion von Wärmepumpen am Standort Gelsenkirchen auf.

2007

Scheuten Solar übernimmt die Solarzellenfertigung der SolarWorld AG, Bonn im Stadtteil Rotthausen, die nun als Scheuten Solar Cells GmbH firmiert

2007

Das erweiterte Labor- und Servicecenter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme wird in Gelsenkirchen in neuen Räumlichkeiten eingeweiht.

2007

Der SOL-Bürgersolarverein errichtet in der Solarsiedlung Bismarck die erste Solarlaterne in Gelsenkirchen.

2007

Eine Siedlung der städtischen Wohnungsbautochter GGW (236 Wohneinheiten) wird im Rahmen einer Gesamtsanierung mit einer solarthermischen Anlage für die Warmwasserbereitung ausgerüstet.

2008

7. April 2008 – Mit 10 000 Quadratmeter Fläche, 1.764 Solarmodulen und einer Leistung von 362 kWp wird auf dem Dach des Logistikzentrums der Fa. LOXX die bisher größte Photovoltaikanlage der Stadt Gelsenkirchen offiziell in Betrieb genommen.

2008

16. April 2008 – Einweihung der wohl außergewöhnlichsten Solaranlage des Ruhrgebietes: Solarkraftwerk „Schalker Verein“ auf dem Erz- und Kohlebunker des ehemaligen Stahlwerks (355 kWp)

2008

19. Mai 2008 – Start des Solardachkatasters, ein Instrument zur Verdeutlichung des Solarpotenzials der Stadt

2008

30./31. Mai 2008 – Die 4. bundesweite Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien findet bereits zum dritten Mal im Wissenschaftspark Gelsenkirchen statt und etabliert sich mit einem Ausstellerzuwachs von 40 % zu einem bundesweiten Branchentreff.

2008

6. Juni 2008 - Die Vaillant Group nimmt die Produktion von Solarkollektoren zur Nutzung von Sonnenwärme am Standort Gelsenkirchen auf.

2008

19. Juni 2008 - Der Rat der Stadt Gelsenkirchen beschließt Maßnahmenpaket zum Klimaschutz und den Beitritt zum Klimabündnis der Städte sowie zur "Cities for Climate Change" (CCP)-Kampagne von ICLEI (Local Governments for Sustainability), dem 1990 gegründeten weltweiten Netzwerk kommunaler Nachhaltigkeitsinitiativen.

2008

10. Juli 2008 – Einweihung der ersten Solaranlage auf einem angemieteten städtischen Dach: Die Firma Plus-Energie mit Sitz in Dortmund und Wageningen (Niederlande) betreibt auf dem Dach eines Betriebsgebäudes des städtischen Eigenbetriebes Gelsendienste ein Solarkraftwerk mit einer Leistung von 185kWp.

2008

29. Juli 2008 - Die Stadt Gelsenkirchen wird erfolgreich als European Energy Award-Kommune auditiert.

2008

12. September 2008 - Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen THS baut größte Solarstrom-Wohnsiedlung Deutschlands. 794 kWp bis Ende 2008 installiert

2008

30. Oktober 2008 - Die Stadt ernennt Armin Hardes zum ersten Klimaschutz- und Solarbeauftragten

2009März 2009 - Zukunftsinitiative Gelsenkirchen 2020 - Pilotprojekt Energie gestartet: die Initiative soll durch geeignete Aktionen das Image der "Solarstadt Gelsenkirchen" erweitern zur "Stadt der Zukunftsenergien"
200927. Oktober 2009 - PV-Atlas Gelsenkirchen veröffentlicht: alle Gelsenkirchener Photovoltaikanlagen in einer Kartendarstellung
20099. Dezember 2009 - CO2-Rechner Gelsenkirchen ist online, damit können Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger ihre persönliche CO2-Bilanz erstellen und erhalten Tipps für klimaverträglicheres Handeln
200918. Dezember 2009 - Baustart des europaweit ersten Biomasseparks auf einer Industriebrache
201023. März 2010 - offizielle Eröffnung eines Schülerlabors zu Themen rund um Klimaschutz und Energietechniken. Durch selbständiges Experimentieren in kleinen Gruppen, können Jugendliche im EnergyLab u.a. neue Energietechnologien kennenlernen.
20101. April 2010 - Scheuten baut Produktionslinie aus, Modulproduktion wird auf 200 MWp erweitert
201022. Juni 2010 - zum 10jährigen Bestehen der Solarsiedlung Bismarck hat der SOL Förderverein für solare Energie und Lebensqualität e.V. ein Buch über die Siedlung publiziert
201030. Juni 2010 - die derzeit größte Photovoltaikanlage mit fast 1 MWp wird fertiggestellt
20107. Juli 2010 - Grundsteinlegung für 2 Windkraftanlagen auf der Halde Scholven durch die ELE Scholven Wind GmbH. Die beiden 2,3 Megawatt-Anlagen erzeugen ca. 12 GWh Strom im Jahr, was ausreicht um ungefähr 3.500 Haushalte zu versorgen.
20107. September 2010 - Richtfest der 1. Klimaschutzsiedlung NRW in der Rheinelbestraße in unmittelbarer Nähe des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen
20117. Juni 2011 - Stadt Gelsenkirchen startet „Integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK) 2020
Bis zum Jahr 2020 soll der CO2-Ausstoß in Gelsenkirchen um 25 Prozent sinken
201114. Juli 2011 - Vaillant startet in Gelsenkirchen Serienproduktion von Mini-BHKWs zur gleichzeitigen Strom- und Wärmeproduktion

 

wird fortgesetzt...

 

 

Solarzellenfabrik Scheuten (ehemals Shell)
Solarsiedlung Sonnenhof in Gelsenkirchen-Bismarck
Solarsponsorenläufe Gelsenkirchener Schüler
Solarsegel der Veltins-Arena
Solarsiedlung Lindenhof in Gelsenkirchen-Erle
Solarstromanlage auf dem Dach der BOGESTRA
Dachintegrierte Photovoltaikanlage am Hauptbahnhof
Photovoltaikanlage auf den Hallen von LOXX
Solarbunker "Schalker Verein"
Bundesweite Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien im Wissenschaftspark
Verleihung des European Energy Award
Solarsiedlung in Gelsenkirchen-Schaffrath
Windkraftanlagen auf der Halde Scholven (Foto: ELE)
Biomassepark Hugo
1 MWp-Photovoltaik-Anlage auf dem ehemaligen Großmarkt
Gelände des Wissenschaftsparks bis 1985
Gelände des Wissenschaftsparks 2004
Photovoltaikanlage auf dem Dach des Wissenschaftsparks

Kontakt

Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V.
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Telefon 0209.167-1004
Telefax 0209.167-1001
E-Mail: info@solarstadt-gelsenkirchen.de

Umbenennung

Im April 2014 wurde der Förderverein Solarstadt Gelsenkirchen umbenannt in Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten.