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Solardörfer in den Anden: EcoAndina

Mit Hilfe aus Gelsenkirchen heizen, backen und kochen immer mehr Dörfer in den Anden solar

Alles begann mit einem Kooperationsvertrag des Fördervereins der Solarstadt Gelsenkirchen und der argentinischen Umweltorganisation EcoAndina im September 2005. Die gemeinnützige argentinische Nichtregierungsorganisation Fundación EcoAndina ist eine Partnerorganisation des Fördervereins Solarstadt Gelsenkirchen e.V. und fördert den Aufbau von Solardörfern im Andenhochland. Vereinbart wurde ein wechselseitiger Informationsaustausch und die gegenseitige Unterstützung bei der Entwicklung von Projektideen. Zwei Jahre später, Mitte März 2007 berichtete Heinrich Kleine-Hering - ein ehemaliger Bürger der Stadt Gelsenkirchen - Mitgründer von EcoAndina im Rahmen einer Abendveranstaltung an Hand von Bildern über die Solardörfer in den Anden und zeigte Mitwirkungsmöglichkeiten für die Solarstadt-Akteure in Gelsenkirchen auf.

 

Für die Colla-Indianer des argentinischen Andenhochlandes sind einheimische Sträucher und Bäume bisher die wichtigste Energiequelle. Über 150 Tonnen jährlich verbraucht ein mittleres Dorf alleine zum Kochen von Mahlzeiten und Tee. Warmes Wasser oder Heizung gibt es auch in 3.500 m Höhe nicht, Elektrizität gibt es allenfalls stundenweise als Basisversorgung. Trotzdem hat auch dieser bescheidene Energieverbrauch in Verbindung mit Überweidung und steigenden Ansprüchen erhebliche Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt.

Das Solardorf-Konzept von EcoAndina setzt an dieser Stelle an und verbessert die wirtschaftliche Situation und die Lebensbedingungen in vielen Hochlandgemeinden. Die ersten Projekte wurden u.a. von der Gelsenkirchener aGEnda 21 finanziell unterstützt. Heute leben bereits mehr als 800 Menschen in fünf gut ausgerüsteten „Solardörfern“. Mittels Einsatz von Solartechnologien konnte der Brennholzverbrauch um mehr als die Hälfte reduziert werden, Solarstromanlagen sorgen für die Bewässerung der Felder und erleichtern Bildung und Kommunikation für die Landbevölkerung.

Doch noch gibt es viel zu tun. Wenn die Beispiele weiter Schule machen, könnten rund 5 Millionen Menschen im ländlichen Bereich rund 5 Mio. Tonnen Brennholz jährlich einsparen, das entspricht 40.000 Tonnen CO², berichtete Kleine-Hering. Die Unterstützung aus der Solarstadt Gelsenkirchen ist engagierten Menschen in den Anden jedenfalls weiterhin sicher. So überreichte das aGEnda Büro 2.000 Euro für neue Solarprojekte in den Anden.

 

Mehr Hintergründe zum Projekt "Solardörfer in den Anden" hier: PDF

 

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Webseite von EcoAandina

 

 

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Projektbilder

Konzentrierte Sonneneinstrahlung: Im Brennpunkt der Spiegel wird mit der Sonnenenergie gekocht und gebacken.
Montage einer Solaranlage zur Warmwasser-Erzeugung. Fotos: www.oekoandina.de

Kontakt

Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V.
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Telefon 0209.167-1004
Telefax 0209.167-1001
E-Mail: info@solarstadt-gelsenkirchen.de

Umbenennung

Im April 2014 wurde der Förderverein Solarstadt Gelsenkirchen umbenannt in Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten.