

Den Stromfressern auf der Spur sind in Gelsenkirchen seit Anfang Mai 2009 16 ausgebildete Stromsparhelfer. In Haushalten mit geringem Einkommen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld erhalten, helfen sie, bis zu 100 Euro im Jahr zu sparen. Sie messen die Verbrauchswerte von Waschmaschinen, Elektroherden, Kühlschränken, Lampen, Computern, Warmwasserbereitern oder Fernsehgeräten. Nach der Analyse geben sie praktische Tipps, wie und wo gespart werden kann. Doch es bleibt nicht bei guten Ratschlägen, sondern bis zu einem Wert von 70 Euro gibt es Energiesparlampen oder abschaltbare Steckerleisten zur Soforthilfe gleich dazu. Ebenfalls kostenlos.
Die ehemaligen Langzeitarbeitslosen haben eine Schulung zum „Stromsparhelfer“ absolviert. Damit werden in einem Projekt sozial-, umwelt- und arbeitsmarktpolitische Aspekte miteinander verbunden. „Beim Stromsparcheck gewinnen viele: Die Haushalte, die Geld und Energie sparen, die Umwelt, die von dem klimaschädlichen Gas Kohlendioxid und anderen Schadstoffen entlastet wird und die Stromsparhelfer, die durch ihre Qualifizierung wieder bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben“, zählt Jörg Schmalhaus, Betreuer der Stromsparhelfer, auf.
Der Stromspar-Check ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes und der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Das Projekt wird in Gelsenkirchen in Zusammenarbeit mit dem Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen -IAG - und dem Umweltreferat der Stadt durchgeführt. Weitere Informationen gibt es unter den Rufnummern 0209 – 60 48 93 19 oder 0209 – 60 48 95 16 sowie auf der Internetseite der Caritas www.caritas-gelsenkirchen.de oder www.stromspar-check.de