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Sauberer Strom von der Kohlehalde

Zwei Windenergieanlagen liefern seit 2010 bis zu 4,6 MW Strom

Alt und Neu: Kohlekraftwerk im Hintergrund der neuen Windenergieanlage (Quelle ELE)

Halde der Zeche Scholven ohne Windkraftanlagen (Quelle LANUV NRW)

Mit einem spektakulären Pilotprojekt haben die Emscher Lippe Energie (ELE) und die Evonik-Tochter MinGasPower auf Gelsenkirchens höchstem Punkt, der 140 Meter hohen Bergehalde Oberscholven, zwei große Windkraftanlagen errichtet, die seit Mitte November 2010 CO2- freien Strom ins Netz liefern. Mit rund 100 Meter hohen Masten und Rotoren von 85 Metern Durchmesser sind die Anlagen weithin sichtbar.

Bis zu 4,6 MW elektrische Leistung liefern sie - je nach Windgeschwindigkeit - ins Stromnetz. Damit werden die beiden Windräder nach Schätzungen der ELE 4000 bis 5000 Haushalte rein rechnerisch mit Strom versorgen können. Betreiber der Anlage ist die eigens gegründete Gesellschaft ELE Scholven Wind GmbH, an der die ELE mit 30 Prozent, die Evonik-Tochter MinGas Power GmbH mit 70 Prozent beteiligt ist. Die Errichtung der Windräder auf einer Halde erforderte spezielle Methoden. So musste der Untergrund – Bergematerial der Zechen Scholven, Bergmannsglück und Emscher- Lippe - mit einem speziellen Verfahren, bei dem Kiessäulen in die Halde getrieben wurden, verdichtet werden. Wichtiger Partner für die ELE Scholven Wind in diesem und in den zukünftigen Projekten auf Revierhalden ist die RAG Aktiengesellschaft, denn sie ist nicht nur Eigentümerin der Halden, sondern bringt auch erhebliches Expertenwissen mit, wenn es darum geht, wie auf den Halden gebaut werden muss.

 

Einige Fakten zu den zwei baugleichen Windkraftanlagen auf der Halde Oberscholven:
Hersteller der Anlagen:  ENERCON GmbH, Aurich
Typenbezeichnung: E-82 E2
Nennleistung: jeweils 2.300 kW
Gesamthöhe der Anlage: 139,38 m
Nabenhöhe: 98,38 m
Rotordurchmesser: 82 m
Blattlänge: 38,8 m
Drehrichtung: Uhrzeigersinn
Drehzahl: variabel, 6 - 18 U/min
Fundamenthöhe: 190 m ü. NN;  120 m über Umgebung
Volumen des Betonfundamentes: 460 m3
Durchmesser des Fundamentes:  17,6 m
Durchmesser unterster Ring: 7,50 m
Fundamentverstärkungen durch insgesamt 312 Rüttelstopfsäulen von jeweils 12 m Tiefe mit insgesamt 1.650 t Kies.

 

Mehr Informationen: www.ele.de



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