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Vorfreude auf Nebenkosten

Innovation & Energie, 4/2008

Neue Solarsiedlungen in NRW

In Ascheberg und in Gelsenkirchen konnten jetzt im Rahmen des Projektes „50 Solarsiedlungen in NRW" gleich zwei neue Siedlungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
In Gelsenkirchen-Schaffrath hat die THS Wohnungsbaugesellschaft einen Bestand von 422 Wohnungen aus dem Jahr 1960 modernisiert und energetisch saniert. Abschließend erhielten die 71 Häuser Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 795 kWp. Bis Ende des Jahres werden 6.670 m² Solarzellen auf den nach Süden gerichteten Dachflachen installiert sein und jahrlich über 680.000 Kilowattstunden „grünen Strom" produzieren. Der Ertrag reicht zur Deckung des Jahresstrombedarfs von gut 170 deutschen Vier-Personen-Haushalten. Mit einem Investitionsvolumen von rund 3,8 Millionen Euro baut die THS damit die größte PV-Anlage auf Wohngebäuden in Deutschland. THS-Geschäftsführer Ulrich Küppers verwies in diesem Zusammenhang auf die stolze CO2 -Bilanz, die das Unternehmen vorweisen kann. Seit 1990 habe die THS den Kohlendioxidausstoß ihrer Gebaudebestände um 44 Prozent gesenkt. Mit dem durchschnittlichen Heizenergieverbrauch ihrer Hauser liege sie rund 10 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.
In Ascheberg-Herbern wurde der Neubau des Malteserstifts St. Benedikt als Solarsiedlung eingeweiht. In nur 15 Monaten Bauzeit ist eine innovative Altenpflegeeinrichtung entstanden, die über 60 Platze in vier Hausgemeinschaften verfügt. Sechs Millionen Euro haben die Malteser investiert, um eine zukunftsweisende Lösung für das Leben und Wohnen im Alter zu realisieren. Anlasslich der Einweihung des Projekts betonte Karl Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender der Geschaftsführung der Deutschen Malteser GmbH: „Der Neubau unterstützt in idealer Weise die Ziele der Malteser in der Altenhilfe. Es ist eine wohnliche Umgebung entstanden, die den Bewohnern einen selbstbestimmten Lebensabend ermöglicht." Zu einer hohen Lebensqualitat tragt auch die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in dem in Passivbauweise errichteten Haus bei. Der Warmwasserbedarf wird zu 60 Prozent durch Sonnenkollektoren mit einer Flache von 50 m² abgedeckt. „Die Malteser haben im Energiebereich Vorbildliches geleistet. Mit der Kombination aus Energieeinsparung und Nutzung der Solarenergie leisten sie einen Beitrag zum Klimaschutz", lobte Michael Gesner, Abteilungsleiter im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium.

Weitere Infos: www.50solarsiedlungen.de, Andreas Gries, Tel. 0211/86642-17, E-Mail gries@energieagentur.nrw.de



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