

Portrait der Solarstadt Gelsenkirchen im Themenheft "Metropole Ruhr / Changing World / Green City"
SONNENSTADT GELSENKIRCHEN
BÜRGER, FIRMEN UND VERWALTUNG KONKURRIEREN UM DIE NUTZUNG DER SOLARENERGIE
Früher erleuchteten 1000 Feuer den Himmel Gelsenkirchens, wenn die Kokereien das Grubengas abfackelten. Heute strahlt die Sonne auf 180 Photovoltaikanlagen in der Stadt und produziert drei Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Waren die Menschen in der Stadt damals stolz auf ihre Bergwerke, sind sie es heute auf ihre Solarkraftwerke. In der Stadt gibt es einen regen Wettbewerb darum, wer die größte Solaranlage hat. Spitzenreiter zurzeit: Die Wohnsiedlung Schaffrath mit 5300 Modulen. Keimzelle des Solarbooms war Mitte der 80er Jahre die Glasindustrie, die Firma Pilkington produzierte damals die ersten Solarmodule in der Stadt. Daraus hat sich ein dichtes Netzwerk aus Forschung, Produktion und Anwendung entwikkelt - mittlerweile mit Erdwärme, Wind, Brennstoffzellen und Biogas auch über die Solarenergie hinaus. Diese Projekte zeigen beispielhaft den enormen Wandel, den die Stadt geschafft hat.
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