

Solardachverzeichnis der Stadt Gelsenkirchen
Das Solarpotenzial auf deutschen Dächern ist gewaltig. Das hat Geoinformatikerin Martina Klärle errechnet. „Wenn die Hausbesitzer auf jede geeignete Dachfläche eine Solaranlage setzen würden, könnte ein Verbundnetz den kompletten Strombedarf aller Privathaushalte in Deutschland decken.“ Doch bisher wird nur knapp ein Prozent dieses Potenzials ausgeschöpft. Viele wissen einfach nicht, dass die Kraft der Sonne in Deutschland ausreicht, um zwölf Atomkraftwerke zu ersetzen. Die Stadt Gelsenkirchen hat sich deshalb entschieden, ein Solardach-Verzeichnis ins Internet zu stellen. Und das funktioniert so: In eine Suchmaske gibt man Straße und Hausnummer ein. Das Programm zoomt auf das Dach des gesuchten Hauses und ein nächster Klick liefert weitere Daten: ob die Dachfläche für Solarmodule geeignet ist, wie viel Stromertrag dort möglich wäre und wie viel Kohlendioxid der Hausbesitzer einsparen könnte.
Die Gelsenkirchener Internet-Plattform wurde von der Geoinformatikerin Martina Klärle entwickelt. Als Grundlage für ihre Berechnungen verwendet sie Daten von Vermessungsflügen. Dabei tastet ein Laserscanner an einem Flugzeug die Umgebung dreidimensional ab. Die daraus gewonnenen Daten werden mit Satelliten-Koordinaten kombiniert.
Martina Klärle ermittelt die Lage und Neigung der Dächer – und alles, was Schatten wirft. Das ist sehr wichtig. Eine von Klärle entwickelte mathematische Formel macht es möglich, sämtliche Schattenwürfe im Laufe eines Jahres exakt zu simulieren. So kann sie später errechnen, auf welchem Dach sich eine Solaranlage lohnt.
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(Unterthema: "Welche Dächer sind geeignet?")
Weitere Informationen zum Solardachkataster Gelsenkirchen finden Sie hier.