

Gelsenkirchen wird Solarstadt
Gelsenkirchen, ein ehemaliges Zentrum der Montanindustrie, nutzt die Solarenergie für den Strukturwandel. Daraus ergibt sich ein neues Image: Die Stadt der 1000 Feuer geht den Weg zur Stadt der 1000 Sonnen. »Willkommen in der Solarstadt Gelsenkirchen!« In großen Lettern prangt der solare Willkommensgruß am Ausgang des Hauptbahnhofs. Ein paar Schritte weiter, auf dem Bahnhofsvorplatz, wurde rechtzeitig zum Spielauftakt in der WM-Stadt eine Photovoltaikanlage mit 10,5 kWp Leistung in Betrieb genommen. »Das ist unser neues Wahrzeichen. Das wird wahrgenommen«, sagt Wolfgang Jung, Geschäftsführer des Fördervereins Solarstadt Gelsenkirchen, und betont: »Wenn wir solar sagen, meinen wir nicht nur Photovoltaik und Solarthermie. Wir denken dabei an die ganze Bandbreite der neuen und erneuerbaren Energien und an Energieeffizienz.« Und mit Nachdruck fügt er hinzu: »Uns geht es um Jobs.« Sicher sei der Klimaschutz wichtig, aber in der Stadt mit 273.000 Einwohnern, die allein zwischen 1980 und 2000 durch den Niedergang der Montanindustrie rund 30.000 Arbeitsplätze verloren hat, wolle man in erster Linie Arbeitsplätze schaffen.
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